Immer wenn sich Wolken in schillernden Fraben am Himmel sammeln, wird eine ästhetische Furcht bemerkbar. Vor allem Sonntagabend, wenn über die noch nicht geschehenen Ereignisse vom kommenden Montag nachgedacht wird. Sonntagabend, der Abend von Talkshows, in denen die Spielbreite der nicht gelebten Demokratie ausgebreitet wird. Wenn wir nur zu Hause bleiben und gar nicht über das Schicksal von Griechenland und Europa nachdenken, hören wir paar Minuten später, dass wir als Steuerzahler für die zum längst überfälligen Abschalten der Atomreaktoren für deren Entstehen und Aufbau bis 200 Milliarden Euro an Subventionen gezahlt haben. Keiner hat es gemerkt, weder auf seiner Stromrechnung noch sonst wie: gtreu dem Motto “Wir sind das Volk!”
Was bedeutet das? Wir sind das Volk! In Augen der herrschenden gewählten Politiker wohl jeweils die, welche zahlen sollen, ohne zu wissen. Ohne zu wissen lässt sich Fröhlichkeit verkaufen und das große Vergessen. So ist ein Volk – ein in politische Geometriefiguren hineingezwängter Körper, dessen Lebendigkeit an dem wehrhaften Windmessgerät auf dem Dach für alle sichtbar aufgestellt ist.
Natürlich ist Windmessung privatisiert und so kommen die Messdaten über jeden Unheil an die Regierung, dort vorgefiltert in unangenehme und gefährliche Fraktionen werden die Unangenehmen in Medien als leichte Beunruhigung für das allgemeine Wohl zur Verfügung gestellt. Die gefährlichen Erkenntnisse werden unter Verschluss gehalten, denn diese könnten das Verhalten des zahlenden Blocks verändern. Zu Ungunsten der herrschenden gewählten Politiker. Es ist nicht einfach “Wir sind das Volk!” zu sein. Die Wolken sind für alle sichtbar und können nicht privatisiert werden. Volk aus allen Wolken gefallen…